Machbarkeitsstudie „Kratzmühle“

Machbarkeitsstudie „Kratzmühle“

Projektträger

Zweckverband Inselgemeinschaft Flugplatz Sylt

Projektvolumen

50.000 € brutto

Fördersumme

25.210 € netto

Kernthema der IES

KT2: Uthlande engagiert! – Für Umwelt, Natur- und Klimaschutz in der Region

Vorstandsbeschluss

12.02.2019

Durchführungszeitraum

25.03.2019 bis 31.08.20

Projektziele

Prüfung, welche Chancen und Nutzungsmöglichkeiten sich durch das Grundstück mit seinen Gebäuden eröffnen könnten

Projektbeschreibung

Auf den Grundstücken „Zur Kratzmühle“ sind zwei Gebäude  sowie weitere Nebengebäude vorhanden. Die Kratzmühle ist ein historisches Gebäude, das in der jüngsten Vergangenheit zur Unterbringung von Kutschen- und Sattelzeug, sowie zur Lagerung von Futtermitteln verwendet wurde. Das Wohngebäude wird seit 2018 nicht mehr genutzt. Ausgangspunkt der Überlegungen einer künftigen Nutzung ist die Möglichkeit in einem Projekt mehrere Handlungsfelder integrativ zu bearbeiten – Wohnen, Kultur, Natur, Landwirtschaft im weiteren Sinne auch Tourismus und eventuell auch Inklusion – mit Lebenshilfe oder Sylter Werkstätten als Projektpartner.

Die Grundidee ist die Anlage eines Landschaftspflegehofes (LPH). Dieser soll Ausgangspunkt zur Pflege inseltypischer Kulturlandschaften und des Landschaftsbildes sein. Aktivitäten könnten im Bereich von Beweidung durch Schafe (Offenhaltung der Landschaft), mechanischen Pflegemaßnahmen, Mahd, Deich- und Heckenpflege, Unterhaltungspflege von Ausgleichsflächen, Gewässersanierung und speziellen Artenschutzmaßnahmen liegen. Damit würde der Landschaftshof zur Erhaltung von Kulturarten und Sorten sowie Lebensräumen und zum nachhaltigen Wirtschaften auf der Insel beitragen. Der Erweiterung des Portfolios unter Nutzung öffentlicher und privater Förderprogramme sind kaum Grenzen gesetzt. Potenziale liegen etwa in der Angliederung außerlandwirtschaftlicher Erwerbsquellen wie beispielsweise der Herstellung und Vermarktung regionaler Produkte (Imkerei, Verarbeitung von Schafwolle, Hofladen, Hofcafé).

Die Machbarkeitsstudie soll darüber Aufschluss geben, in welcher Form verschiedene Facetten und Potentiale für mögliche künftige Entwicklung und Nutzung eingebracht werden könnten. Es soll ein Gesamtkonzept mit mehreren Umsetzungsstufen entwickelt werden, dass Finanzierungs-, Förder- und Genehmigungsmöglichkeiten sowie Betriebsmodelle aufzeigt. Bürger, Politik, Landwirtschaft, Naturschutz, eventuell Tourismus und Soziale Akteure sollen als Projektpartner eingebunden werden.