Projekt: Machbarkeitsuntersuchung „Zentrum für nachhaltige Entwicklung auf Föhr“

Antragsteller: Stadt Wyk auf Föhr

Fördermenge: 14.605,46 €

Durchführungszeitraum: 17.06.2009 - 31.12.2009

Projektbeschreibung: 
Aus einem im städtischen Eigentum befindlichen Gebäude der ehemaligen Kurverwaltung Südstrand in exponierter Lage direkt am Wattenmeer soll eine touristische Attraktion im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung geschaffen werden, die die Themenbereiche Nationalpark Wattenmeer, Meeres- und Klimaschutz, regenerative Energien sowie den Inselnaturschutz sinnvoll verknüpft und öffentlich darbietet.
Genutzt werden soll das Gebäude durch eine Nationalpark-Ausstellung (Nationalparkamt) in organisatorischer und funktioneller Verbindung mit der Wattenwerkstatt der Schutzstation Wattenmeer (enge thematische Ergänzung, Synergieeffekte).

Zusätzlich soll die aktuelle Thematik Meeresspiegelanstieg (der zuerst das Wattenmeer und die darin liegenden Inseln und Halligen betrifft) und Klimaschutz in Verbindung gesetzt werden mit dem Erfordernis des Einsatzes regenerativer Energien. Am Beispiel der Insel Föhr soll dargestellt werden, wie das Ziel zu 100% „eigene“ Energien zu erzeugen gemeinsam erreicht werden kann.
Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung soll auch beispielhaft die Förderung insularer Kreisläufe (landwirtschaftliche Produkte, Abfall, Wasser) bearbeitet werden.

Es wird angestrebt, auch die Gastronomie in diesem Sinne auszurichten.
Die große nach Süden ausgerichtete Dachfläche soll zu einem optisch und funktionell optimierten Solardach umgebaut werden. Im und am Gebäude sollen weitere regenerative Energien (Erdwärme, Solarthermie) genutzt und für den Besucher veranschaulicht sowie ebenfalls Energiesparkonzepte dargestellt werden. Eine angeschlossene Gastronomie kann schwerpunktmäßig Bioprodukte oder regionale Produkte anbieten. Weitere Details sind in der Planung. Das Projekt passt insgesamt in die Zielsetzung der innovativen Nachhaltigkeitsstrategie für Schleswig-Holstein, die als ein ausgewähltes Handlungsfeld den „Klimaschutz mit Küstenschutz, Landwirtschaft, Tourismus, Energie, Mobilität, Beispiel: Nordfriesische Inseln und Halligen“ ausweist.
Die Inhalte und Ziele aus dem Projekt „Zentrum für nachhaltige Entwicklung der Insel Föhr“ sollen durch ein Informationskonzept auf der Insel und in der Region Uthlande vermittelt werden. Zunächst sollen in einer Machbarkeitsuntersuchung die Inhalte und der Bauumfang bis zur Umsetzungsreife konkretisiert werden.
Der Nutzen für die Region wird ein Beitrag zur Bewusstseinsbildung für Einwohner und Gäste über den Einfluss eigenen Handelns auf die Veränderung in Umwelt und Klima sein. Indikatoren dafür können die Besucherzahlen und Ergebnisse der Öffentlichkeitsarbeit sein.