Projekt: Namenlosenfriedhof in Nebel auf Amrum

Antragsteller: St. Clemens-Kirchengemeinde Amrum

Fördermenge: 8.464,46 €

Durchführungszeitraum: 21.04.2011 – 30.09.2011

Projektbeschreibung:
Der Friedhof der Namenlosen in Nebel auf Amrum stellt eine Besonderheit dar.

Der Namenlosenfriedhof birgt angeschwemmte Verstorbene aus den Jahren 1905 – 1960. Er ist in der Trägerschaft der Kirchengemeinde St.Clemens damals eingerichtet worden und verblieben. Er liegt gegenüber der Mühle am Ortseingang von Nebel.

Es sind mehrere weitere Namenlose Friedhöfe an der Nordseeküste und auf den Inseln bekannt. Zu den bekanntesten unter den erhaltenen Begräbnisstätten zählt jene der Insel Amrum. Die Leichen der hier Bestatteten wurden vor allem am Amrumer Kniepsand angeschwemmt, dem westlich der Insel vorgelagerten langen Sandstrand. Der Amrumer Namenlosenfriedhof wurde von einem Kapitän namens Carl Jessen gestiftet; die erste Bestattung fand am 23. August 1906 statt. Die schlichten Holzkreuze verzeichnen jeweils das Datum des Fundes.

Inzwischen sind es überwiegend Touristen, die diesen Ort aufsuchen. Ihr Interesse ist einerseits historisch begründet, andererseits wird er zunehmend zu einem Ort des Gedenkens für Menschen, deren Verstorbene keine Gräber haben und die im Meer geblieben sind.

Durch den Ausbau der Landesstraße ist der Haupteingang unpassierbar geworden und muss verlegt werden. Dazu muss ein zusätzlicher schmaler Eingang auf der Südseite erweitert werden. Dadurch verschiebt sich der Aufbau der Fläche in ihrer Begehbarkeit und ihrem Nutzen.

Die ohnehin baufällige kleine Stele am ehemaligen Haupteingang muss abgebaut werden, der Gedenkstein kann so, wie er dort liegt, die Aussage nicht transportieren, dass hier ein Ort sei für Menschen, deren Namen im Himmel aufgeschrieben sind. Eine neue Beplanung war notwenig.

Am Eingang soll ein neues Schild gestaltet und aufgebaut werden. 3 Stelen sollen aufgebaut werden mit gestalterischen Elementen. Weiterhin sind gärtnerische Arbeiten vorgesehen und der Wasseranschluss muss verlegt werden.

Letztendlich soll ein Flyer zum Mitnehmen ausliegen.

Die neue Planung lädt die BesucherInnen zum Verweilen ein.