Projekt: Machbarkeitsstudie „Markt Treff Hallig Hooge"

Antragsteller: Gemeinde Hallig Hooge

Fördermenge: 18.487,39 €

Durchführungszeitraum: 29.06.2012 - 30.04.2013

Projektbeschreibung:
Die Biosphäre Halligen hat sich seit der Anerkennung durch die UNESCO intensiv  mit der nachhaltigen Weiterentwicklung der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortentwicklung der Halligen beschäftigt. Beispielhaft für Schleswig-Holstein ist die Entwicklung der „Nachhaltigkeitsstrategie Biosphäre Halligen“ und das durch die Bürger der Halligen bestätigte Nachhaltigkeitsbekenntnis.
Dabei wird stets auch die Diskussion darüber geführt, was ein „Nachhaltigkeitsbekenntnis“ für die Daseinsvorsorge der Halligen bedeutet.
Jede der Halligen ist ein eigener „Mikrokosmos“, auch wenn nur 17 oder 100 Einwohner eine Hallig bevölkern, gilt es alles was zum täglichen Leben gehört zu regeln: 
Verkehrsanbindung, Schulen, Soziale Dienste, Anforderungen des Tourismus und natürlich als Basis des Lebens auch eine Versorgung mit den Gütern des täglichen Bedarfs.
Eine zwingende Voraussetzung dafür ist das Prinzip „Halligkaufmann“. 
Der Halligkaufmann auf Hallig Hooge ist zurzeit in angemieteten Räumen untergebracht, die viel zu klein sind und nicht den aktuellen energetischen und organisatorischen Anforderungen entsprechen. Dienstleistungen wie Bank- und Postservice werden von verschiedenen Warften aus erbracht.
Dies soll nach den Vorstellungen der Gemeinde der Hallig Hooge in der Zukunft in einem eigenen Gebäude auf der zentralen „Hanswarft“ gebündelt werden. 
Das Gebäude soll nach den neuesten baulichen Erkenntnissen für eine zukünftige Bauform auf den Halligen erstellt werden (Architektenwettbewerb der AG Hallig 2050) und die Idee des „Markt Treffs“ aufnehmen. 
Folgende Bausteine sind zunächst angedacht:

  • Sicherung der Wirtschaftlichkeit des Halligkaufmanns
  • Postdienstleistungen
  • Bankdienstleistungen
  • Soziale Dienste
  • Informationseinheit für Bürger und Touristen auch nach „Feierabend“
  • Informationen zur „Biosphäre Halligen“, dem Weltnaturerbe, den Flächenhaften Küstenschutz für die Halligen
  • Touristische Informationen

Ansprüche an das benötigte Gebäude:

  • aktuellster energetischer Standard
  • Herausforderungen des Klimawandels (steigender Meeresspiegel) werden modellhaft berücksichtigt.
  • Energie wird überwiegend selbst produziert
  • Barrierefreiheit
  • Serviceabläufe für die Halligbewohner und ihre Gäste werden optimiert

Daraus ergeben sich folgende Untersuchungspunkte für die beantragte Machbarkeitsstudie:

  • Standortanalyse und Beschreibung
  • Beteiligungsprozess
  • Gebäudekonzept
  • Energiekonzept
  • Nutzungskonzept, Kerngeschäft, Dienstleistungen, Treffpunkt
  • Finanzierung
  • Wirtschaftlichkeitsrechnung
  • Auswirkungen auf Arbeitsplätze
  • Innovationscharakter und Modellhaftigkeit