Projekt: Zukunftsgerichtete Lebens- und Wirtschaftsformen auf Hallig Langeneß (Ketelswarft): Neuausrichtung des Käte-Gertsen-Hauses als Tourismusbüro und Gemeindewohnraum

Antragsteller: Gemeinde Langeneß

Fördermenge: 75.336,13 €

Geplanter Durchführungszeitraum: 19.12.2012 - 31.07.2013

Projektbeschreibung:
Zusammen mit dem „Kapitän Tadsen Haus“ ist das „Käte-Gertsen Haus“ eines der beiden traditionsreichen Museumshäuser auf Langeneß, in denen die Kultur- und Naturgeschichte der Halligen präsentiert wird.
Bei der Neuausrichtung des Käte-Gertsen-Hauses stehen Umbaumaßnahmen im Vordergrund, damit die derzeit als Museum genutzten Räume als repräsentatives Tourismusbüro zur Verfügung stehen. Dazu müssen die Räumlichkeiten umgestaltet werden.
Sie sind derzeit nicht als Büroräume nutzbar. Gleichzeitig soll die anliegende Gemeindewohnung modernisiert werden, um Wohnraum auf der Hallig anbieten zu können. Hier soll die Tourismusfachkraft einziehen. Der Wohnraum soll generell für Personen vorgehalten werden, die beruflich für die Daseinsvorsorge auf den Halligen unerlässlich sind (z.B. Tourismus, Bildung, Gemeinde). Da ein Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsstätte wie auf dem Festland zur Hallig nicht möglich ist, ist hier das Angebot von Wohnraum (i.S. von Dienstwohnungen) durch die Gemeinde eine entscheidende Voraussetzung für die kommunale Grundversorgung.

Das Gertsen-Haus ist ein freistehendes, historisches Reetdachhaus. Im Erdgeschoss befindet sich derzeit ein Museum und das Tourismusbüro der Halligen Langeneß und Oland in einem kleinen, nicht repräsentativen Raum. Im rechten Teil des Gebäudes ist eine Wohnung angelegt mit separatem Eingang. Der Dachraum ist teilweise ausgebaut und wird als Lager genutzt.
Bei der Unterbringung des Tourismusbüros handelt es sich nur um eine Übergangslösung, da der Raum für die Anforderungen an ein modernes Tourismusbüro (technische Ausstattung, Anlaufpunkt für Gäste, Internetcafe usw.) zu klein ist. Konkret ist vorgesehen, die Räume des Museums umzunutzen. Hier sollen das Touristikbüro mit einem gesonderten Empfangsbereich für die Halliggäste und die Vermieter entstehen. Das Gertsen-Haus wird links des Eingangsflures für das Tourismusbüro umgenutzt. Es handelt sich um zwei Büroräume in den beiden historischen (musealen) Peseln. Das jetzige Tourismusbüro befindet sich in der ehemaligen Küche und wird einen dritten Arbeitsplatz, Technik und Lagermöglichkeiten aufnehmen. Weiter wird eine Mitarbeitertoilette installiert. Der zentral gelegene historische, begehbare Schornstein (Pesel und Küche) wird aufgrund massiver Durchsottung nach historischem Vorbild einschließlich Schornsteinkopf erneuert.
Die Wohnung, die über einen separaten Eingang verfügt, wird hauptsächlich im Bereich der Oberflächen saniert. Hinzu kommt der Einbau eines zeitgemäßen Bades.
Angestrebt wird ein barrierefreier Ausbau.
Erschwerend kommt bei den Umbaumaßnahmen hinzu, dass es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt. Somit sind nicht alle angestrebten Maßnahmen in Bezug auf die energetische Sanierung in dem gewünschten Umfang möglich.
Bei den Planungen ist die Denkmalschutzbehörde mit einbezogen.

Die historischen Fliesen und die Wandpanele wie auch der alte Holzboden lassen keine Niedertemperatur-Flächenspeicherheizung (Fußbodenheizung und Wandheizung wie auch große Radiatoren) zu (Geothermie). Die Wahl der Elektrospeicherheizeinheiten ist auch im Hinblick auf die Sturmflutsicherheit getroffen worden.
Die Heizungen werden erhöht aufgestellt.