Projekt: Machbarkeitsuntersuchung Friesen-Museum Wyk

Antragsteller: Zweckverband Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum Föhr

Fördermenge: 8.661,21 €

Durchführungszeitraum: 11.01.2011 – 31.12.2011

Projektbeschreibung:
Untersucht und geplant werden soll die inhaltliche sowie bauliche Erweiterung des Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museums. Das bereits vor über hundert Jahren errichtete Friesen-Museum beinhaltet bis heute die umfangreichste kulturgeschichtliche Sammlung der nordfriesischen Insel- und Halligregion. 
Ohne die gewachsene Atmosphäre des Friesen-Museums zu zerstören, möchten wir dem Friesen-Museum durch einen zusätzlichen Ausstellungsbereich einen neuen Schwerpunkt geben und damit zukunftsfähig machen. 
Dieses soll in einem Anbau im Anschluss an das Hauptgebäude verwirklicht werden. 
Hier soll als Schwerpunktthema die Walfänger- und Seefahrertradition der Insel- und Halligfriesen auf ganz neue Art präsentiert werden. Wie wir in den vergangenen Jahren feststellen konnten, stößt dieses Thema auf herausragendes Interesse bei unseren Besuchern. 
Mit unserer Sammlung zu diesem Thema heben wir uns von anderen Museen in der schleswig-holsteinischen Museumslandschaft ab. 
Die neue Ausstellung soll unter einem erlebnispädagogischen Ansatz gestaltet werden, so dass unsere Besucher künftig diese interessante Periode der Föhrer Geschichte unter dem Einsatz multimedialer Techniken interaktiv erleben können. 
Als Vorbild könnte hier unter anderem das erfolgreiche Konzept des Auswandererhauses in Bremerhaven dienen. Modern aufbereitet, könnte sich die Walfang- und Seefahrtsabteilung so zu einem Publikumsmagnet entwickeln und das Profil des Friesen-Museums in der schleswig-holsteinischen Museumslandschaft geschärft werden. 
Darüber hinaus steht das Thema Walfang und Seefahrt in einem sehr engen Verhältnis zur einheimischen Bevölkerung. In fast allen Föhrer Familien gibt es Vorfahren, die im 17. bis 19. Jahr-hundert entweder im Walfang oder in der Handelsschifffahrt tätig waren. Persönliche Schicksale und Geschichten sind in Familienchroniken festgehalten und in vielen Häusern gibt es Erinnerungsstücke, die als Andenken an die seefahrenden Vorfahren bewahrt wurden.

In der beantragten Machbarkeitsstudie soll außerdem soll untersucht werden, wie das auf dem Museumsgelände befindliche, zum Besitz des Zweckverbands gehörige, aber bisher fremd genutzte Wohnhaus Jansen (Badestraße) sinnvoll in den Museumsbetrieb mit einbezogen werden kann. Hierzu sollen die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten eruiert und in ein zukunftsweisen-des Gesamtkonzept zur weiteren Entwicklung 
des ganzen Friesen-Museums mit seinen Außenanlagen eingebunden werden. 
Die geplante Maßnahme soll im Rahmen der Machbarkeitsstudie gemeinsam mit den Beteiligten auf Föhr erarbeitet und beschlossen werden.