Projekt: Entwicklungskonzept für die Hallig Langeneß - Schwerpunkt Nahversorgung

Antragsteller: Gemeinde Langeneß

Fördermenge: 13.200,00 €

Geplanter Durchführungszeitraum: 03.05.2013 - 30.11.2013

Projektbeschreibung:
Die Sicherstellung einer Versorgung mit Produkten des täglichen Lebens - wie sie ein Halligkaufladen bieten kann - ist im großen Interesse der Gemeinde Hallig Langeneß.
Die Vorhaltung eines Ladens ist ein Beitrag zum Erhalt des dauerhaften Wohn- und Lebensraums auf den Halligen und damit ein wesentlicher Aspekt der Daseinsvorsorge.
Der Kaufmannsladen auf Langeneß versorgt die Halligen Langeneß und Oland mit Produkten des täglichen Bedarfs (Hygieneartikel, Zeitungen usw.) und bietet darüber hinaus auch Souvenirs an. Der Kaufmannsladen ist der einzige Nahversorger für die Einheimischen und die Touristen der beiden Halligen. Das derzeitige Konzept der Versorgung muss neu überdacht werden, da der jetzige Kaufmann seinen Laden zum 31.03.2013 schließt. Die Gemeinde sucht nun nach neuen Möglichkeiten, um die Versorgung auch langfristig auf der Hallig sicher zu stellen.
Die Gemeinde Langeneß hat großes Interesse an einer Entwicklung eines ganzheitlichen Konzeptes zur Einrichtung eines Kaufmannladens. Dabei soll nicht nur die Versorgung analysiert werden, sondern (im Falle eines Umbaus/Neubau) auch die Schaffung von Wohnraum berücksichtigt werden. Wohnraum für den Kaufmann, ebenso wie gemeindlicher Wohnraum, z.B. für die Lehrkräfte oder Vertreter des Gemeindepflegers oder sonstige Gemeindearbeiter. Bei der Ermittlung des Kaufpotentials ist die zukünftige Entwicklung des Tourismus (Tagesgäste, Übernachtungen) eine wichtige Komponente.
In dem beantragten Projekt soll ein Konzept erstellt werden, das neben den Standorten und dem Kaufpotential verschiedene Alternativen der Versorgung untersucht. Anhand dieser Grundlage soll die Gemeinde ihre weiteren Entscheidungen bezüglich der Umsetzung des Projektes treffen können.
Es gilt auch zu prüfen, ob ein Markttreff eine Alternative sein könnte.

Sachstand und Perspektiven
Zunächst ist eine Erhebung des Sachstandes vorgesehen:
    - Infrastruktur
    - Käuferpotential und Kaufverhalten
    - Tourismus

In einer weiteren Analyse sollen Perspektiven erarbeitet werden.
    - Standortanalyse: Wo wäre der geeignete Standort für einen Kaufmannsladen?
    - Kundenpotential (Einheimische, Gäste). Welches Potential ist durch Steigerung
        des Tages- und Übernachtungstourismus möglich? (Potential Tourismus).
        Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger beim Kaufverhalten.
    - Welche Geschäftsmodelle sind vorstellbar? z.B.: Genossenschaft, zentrale Bestellung
    - auf Langeneß/Lieferung vom Festland, Zusammenarbeit mit dem Kaufmann von Hooge.
    - Gebäude zur Sicherung der Daseinsvorsorge gehören in die Verantwortung der Gemeinde.
      Welche Möglichkeiten bieten sich auf Langeneß? z.B. Gemeinde kauft? Gemeinde pachtet?
      Gemeinde baut? Welche Grundlagen müssen beachtet und erfüllt werden?
    - Förderperspektiven für die Umsetzung aufzeigen