Projekt: Grundlagenermittlung in der Biosphäre Halligen zur Vorbereitung eines möglichen Leuchtturmprojektes „Nachhaltige Zukunftsentwicklung der Biosphäre Halligen“

Antragsteller: Amt Pellworm

Fördermenge: 18.504,75 €

Durchführungszeitraum: 27.01.2010 – 31.10.2010

Projektbeschreibung:
Die Halligen haben 2005 die Anerkennung der UNESCO als Entwicklungszone des „Biosphärenreservates Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ erhalten. Um den Entwicklungsprozess weiter zu führen, hat sich als Trägerverein die „Halliggemeinschaft Biosphäre“ gegründet und gemeinsam mit den Halligbewohnern eine „Nachhaltigkeitsstrategie Halligen“ erarbeitet. Ziel war und ist, das Leben und Arbeiten auch in Zukunft für Familien und Halligbürger zu erhalten und zu entwickeln.
Nach der Fertigstellung der Studie muss nun damit begonnen werden, die formulierten Ziele auch in eine praktische Umsetzung zu bringen. Das hier beantragte Projekt soll dazu beitragen, diese Umsetzung auf den Weg zu bringen. Eine gute Möglichkeit dazu bietet sich in der Gemeinschaft der AktivRegion Uthlande, die in ihrer IES vergleichbare Ziele und Handlungsfelder beschlossen hat. Die hier beschriebenen Vorhaben sind nur im Zusammenhang umzusetzen, da sie die Grundlage für das angestrebte Leuchtturmprojekt für die Halligen sind und Säulen für den Aufbau der Ziele des Leuchtturmprojektes bilden.

a) Potenzial– und Machbarkeitsprüfung der Nutzung von Wind- Solarenergie und Geothermie auf den Halligen
Ziel: Prüfung der Voraussetzungen zur Errichtung von erneuerbaren Energien auf den Halligen. Klärung, ob 100% Versorgung aus regenerativen Energien auf den Halligen gewünscht und technisch möglich (Genehmigung, natürliche Bedingungen, Akzeptanz) ist.
Durch eine gutachterliche Standort- und Machbarkeitsuntersuchung sollen die Potenziale, die Akzeptanz und Genehmigungsfähigkeit der Energieerzeugung über Wind- und Solaranlagen analysiert werden. Die Idee ist, die Halligen zu 100% auf erneuerbare Energien umzustellen und dies nach außen entsprechend zu kommunizieren. „Exemplarisch“ im wortwörtlichen Sinne ist dabei auch die Vorgehensweise bei der Projektrealisierung:

  • Machbarkeitsstudien zur Nutzung erneuerbarer Energien auf den Halligen sollen noch 2009 aus dem Grundetat der AktivRegion Uthlande beauftragt und finanziert werden.
  • Bestandsaufnahmen werden im Rahmen der bereits bewilligten und anlaufenden Projekte („Schalt Dich ein fürs Klima“, Projekt im Rahmen des Biosphärenverbundes und „Klimaschutzkonzept Kreis Nordfriesland“) geleistet.

b) Entwicklungspotential des Hafens Schlüttsiel - Perspektiven der Nutzung (Fortsetzung des URBANUS Gutachtens)
Ziel: Ermittlung des Bedarfs für Transportverbindungen von Schlüttsiel zu den Halligen und Inseln durch Befragung der Bewohner und Touristen: Personenfähre, Gütertransport, Ausflugsschiffe. Berücksichtigung potenzieller Kunden (Tourismus im Weltnaturerbe).

c) Bedarfsanalyse für ein an die aktuellen Bedingungen angepasstes Tourismusmanagement
Ziel: Das Management als Paket umsetzen. Auf Grund der zahlreichen neuen Anforderungen muss sich die Geschäftsstelle der Biosphäre neu aufstellen: u.a. verbessertes Außenmarketing, Alleinstellungsmerkmal der Biosphäre, Weltnaturerbe Wattenmeer. Im Zusammenspiel mit dem Tourismus soll ein gemeinsames konzeptionelles und finanzielles Modell für das Tourismus- und Geschäftsstellenmanagement erstellt werden.
Auf der Basis dieser Arbeitsschritte soll für 2010, so die Hoffnung der Antragsteller und die Unterstützung der AktivRegion vorausgesetzt, ein großes Leuchtturmprojekt „Nachhaltige Zukunftsentwicklung der Biosphäre Halligen“ initiiert und erarbeitet werden. Von der modellhaften Entwicklung einer starken und aktiven Biosphäre Halligen profitiert die ganze AktivRegion Uthlande.