Die AktivRegion Uthlande ist eine von 21 AktivRegionen in Schleswig-Holstein, die innerhalb des Zukunftsprogramms Ländlicher Raum (ZPLR) tätig sind.
Das Wirken in dieser Initiative von 2007 bis 2013 ist als Fortsetzung des EU- Programms LEADER+ in den Jahren 2000 bis 2006 zu verstehen und beinhaltet die 4 Säulen:
Mit einem eigenen Grundbudget von bis zu 300.000 € im Jahr kann jede AktivRegion über die Schwerpunkte ihrer Arbeit selbst entscheiden. Als sogenannte Leuchtturmprojekte können Projekte nach der Auswahl über ein Landesgremium finanzielle Unterstützung außerhalb des Grundbudgets erhalten.
Entsprechend dem „Bottom-up Ansatz“ sollen alle Bürgerinnen und Bürger an der Teilnahme in der neuen Initiative ermutigt werden, z.B. durch die Arbeit in regionalen Netzwerken.
Ziel ist auch die Sicherung und die Schaffung von Arbeitsplätzen, vor allem in neben der Landwirtschaft innovativen Bereichen wie erneuerbare Energien, Wasserwirtschaft und biologische Vielfalt.
Das Entscheidungsgremium zur Auswahl der Projekte ist der Vorstand des Vereins, der sich mindestens zu 50% aus Wirtschafts- und Sozialpartnern zusammensetzt.
Die Projekte können maximal mit einer Höhe von 55% der förderfähigen Kosten bei öffentlichen Projektträgern gefördert werden und bis zu einer Höhe von 35% bei privaten Projektträgern.
Als beratende Einrichtung treten die Landesämter für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume auf, die gleichzeitig die Zuwendungsstelle für die Mittel aus dem Bereich ländliche Entwicklung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MLUR) in Schleswig-Holstein sind.
Das Regionalmanagement sorgt für die Umsetzung der Aufgaben, wie die Unterstützung von Projektträgern bei der Entwicklung, Umsetzung und Finanzplanung von Projekten, die Weiterentwicklung des regionalen Entwicklungsprozesses, die Koordinierung sowie die Wahrnehmung der Vernetzungsaktivitäten innerhalb und außerhalb von Schleswig-Holstein.
Die Schwerpunkte der Arbeit sind in der Integrierten Entwicklungsstrategie (IES) festgelegt.
Die AktivRegion Uthlande hat in ihrer IES folgende Haupthandlungsfelder festgelegt:
sowie unter einem Sonderpunkt:
Diese Schwerpunkte der Arbeit basieren auf langjährige Erfahrungen der Tätigkeit in diesen Gebieten und nicht zuletzt auf das Wirken innerhalb der Initiative „Regionen Aktiv“ bis zum Jahr 2007. Durch die besondere Prägung der Region (ländliche Struktur, Lage zum Meer) sind die Arbeitsthemen bereits vorgegeben. Obwohl jede Insel und Hallig ihre individuelle Gestaltung und Thematik hat, vereinen sich alle in der Arbeit an den Auswirkungen des Klimawandels und dem demografischen Wandel.
Eine Grundlage der Integrierten Entwicklungsstrategie der AktivRegion Uthlande ist das Arbeitspapier „Nachhaltigkeitsstrategie für die Biosphäre Halligen“.
Der Region stehen im Jahr 2009 insgesamt 250.000 € Fördermittel als Grundbudget für die Projektarbeit zur Verfügung. Die Auswahl der Projekte erfolgt anhand von allgemeinen und spezifischen Kriterien.
Die AktivRegion Uthlande steht für eine Region, in der sich viele Interessierte engagieren und sich in verschiedenen Gruppen und Gremien einbringen.
EU Zukunftsthemen
Entwicklung des ländlichen Wegebaus
Mit dem Jahr 2010 sind neue Aufgabenfelder dazu gekommen:
Unter der Rubrik EU - Zukunftsthemen können Projekte gefördert werden, die innovative Maßnahmen zur Milderung der Folgen des Klimawandels, zur Förderung der Entwicklung erneuerbarer Energien, zur Förderung der Wasserwirtschaft und für den Erhalt der biologischen Vielfalt zum Inhalt haben.
Für diese Projekte können zusätzliche Mittel verwendet werden, schon ab dem Jahr 2009.
Jahr EU-Mittel
2009 47.649 EUR
2010 48.571 EUR
2011 141.904 EUR
2012 199.047 EUR
2013 209.047 EUR
Ebenso können weitere Mittel für die Modernisierung der ländlichen Wege eingesetzt werden. Voraussetzung ist, dass der zu modernisierende Weg Bestandteil des ländlichen Kernwegenetzes ist. Per Definition umfasst das ländliche Kernwegenetz diejenigen Strecken in einer Gemeinde, die jetzt oder zukünftig stärker als die übrigen Wege den landwirtschaftlichen und außerlandwirtschaftlichen Schwerlastverkehr aufnehmen und eine Mehrfachnutzung aufweisen. Für die Förderung des ländlichen Wegebaus stehen im Jahr 2011 insgesamt 618.000 € EU - Mittel zur Verfügung.